Montag, 13. März 2017

die FRESCH-Methode

viele von euch haben mitbekommen,
dass ich mich in letzter Zeit auch mit dem Rechtschreiben
und der FRESCH-Methode beschäftigt habe

und auch zu diesem Thema sind hier Bücher angekommen
für die ich mich sehr herzlich bedanken möchte...


Diese Methode basiert auf dem synchronen Sprechschwingen,
bei dem die Wörter in ihre Sprechsilben zerlegt werden.

Es gibt vier Strategieren, um das Richtigschreiben zu lernen,

das Schwingen (Silbensprechen)
das Verlängern
das Ableiten
und die Merkwörter

und ich meine, 
dass es sich mit diesen Rechtschreistrategien
in der Grundschule gut arbeiten lässt

und nachdem ich selbst noch keine Erfahungen damit machen konnte,
würde es mich hier sehr interessieren zu hören,
wer aus der Praxis etwas zum Thema beitragen könnte...

die beiden Arbeitshefte bieten viel übersichtliches Übungsmaterial
und wenn man sich für diese Methode interessiert,
dann sind die beiden Hefte auf jeden Fall sehr zu empfehlen
zu den theoretischen Grundlagen 
bieten beide Hefte nur ein sehr kurz gehaltenes Vorvort...

LG Gille

Kommentare:

  1. Die Methode ist im Alltag sehr gut unsetzbar und wirksam. Mir waren die Übungen in den Fresch Heften oft nicht klar genug strukturiert (zu viele Bilder etc). Sehr gerne nutze ich die Materialien aus dem RELV Verlag, die ganz viele Karten zum Sortieren und Übungshefte haben, die auch mit der Fresch Strategie arbeiten.

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    1. Danke, da werde ich auch gleich einmal schauen.
      Diesen Verlag kenne ich gar nicht.
      LG Gille

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    2. Was ich ganz gut finde sind die Kärtchen zu den Strategien, die vom AOL-Verlag angeboten werden. ICh habe ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Habe einen Schüler, sehr intelligent, aber rechtschreibschwach, der erst durch FRESCH Einblicke in die Rechtschreibung erhalten hat;) im Lola-Heft, das wir in der Schule benutzen sind zum Glück die Strategien schon integriert, daher lässt es sich sehr gur einbinden.
      Liebe Grüße!

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    3. Ich kann auch sehr das Material von RelV empfehlen. Da ist deutlich mehr drauf auf einem AB und es ist besser aufbereitet. Ich finde bei den Materialien von AOL ist 'nix dran' an so ner Kopie. Das hat mich sehr geärgert, denn es ist ja nicht gerade billig... Lg *valessa

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  2. Liebe Gille!

    Ich habe während des Studiums während einer Lektion hospitiert, wo der Heilpädagoge seit einem guten halben Jahr mit den 1. Klässlern (und zwar mit denen, welche die 1. Klasse in zwei Jahren machen und bereits im 2. Jahr waren) mit FRESCH gearbeitet hat. Folgende Szene hat sich mir tief eingebrannt:
    Alle schwingen ein Wort mit Doppelkonsonant.
    Lehrer: und? was ist besonders an diesem Wort?
    Kind: man hört das k zweimal
    Lehrer: und was muss man schreiben, wenn man das k zweimal hört?
    Kind mit vollkommen unbeeindruckter Mine: ck.

    Ich wusste: Das will ich auch.
    Und so habe ich mir das Grundlagenheft in der Bibliothek ausgeliehen und mir das gröbste angeeignet. Das ging ganz gut, da ich in der Lektion recht viel gesehen hatte und mir der Kollege auch einiges dazu erklärt hatte.

    Mit der Doppelklasse hatte ich bis jetzt jede zweite Woche eine FRESCH-Lektion. Ich habe mir zusätzlich noch das Heft "Mit Kinkerlitz und Watteweich - Fresch in der 1. und 2. Klasse" und das Heft mit den "55 Spielen zur FRESCH Methode" bestellt. Letzteres finde ich kaum brauchbar. Die Geschichte mit Kinkerlitz und Watteweich bringt mich aber immer wieder auf viele Ideen. Das meiste in dem Heft ist ebenfalls gut brauchbar, allerdings nicht geordnet oder strukturiert. Ich habe jetzt angefangen mir Themen aufzuschreiben und sammle verschiedene Materialien dazu von überall her.
    Mit den Kindern habe ich bisher praktisch nur erfolgserlebnisse gehabt. Zum einen lieben sie das Sprechschwingen, zum anderen habe ich wirklich 1. Klässler, die schon in der 3. Lektion das mit den Doppelkonsonanten gecheckt hatten, ohne dass wir das explizit durchgenommen hätten.

    Die Silben helfen vor allem den schwächeren Kindern super den Arbeitsspeicher zu entlasten. Man liest Silbe pro Silbe und bei längeren Worten, zeichne ich die Schwungbögen unter das Wort und halte das Kind an, in Silben zu lesen - und plötzlich klappt, was vorher 5 Minuten lang für Kopfschmerzen gesorgt hat.

    Im April habe ich mich ausserdem in eine Weiterbildung eingeschrieben, denn jetzt will ich doch noch von Profis hören, wie das gemacht werden sollte, um meinen Unterricht zu verbessern. Ausserdem habe ich natürlich noch einige Fragen.

    Aber nach dieser Phase würde ich FRESCH sofort wieder mit den Kindern anfangen und weiterempfehlen. Am Besten man beginnt in der 1. Klasse damit! Ich benutze noch keine Strategien ausser dem Sprechschwingen und die Kinder profitieren bereits sehr!
    Leider ist in der Schweiz in der Mittelstufe (4.-6. Klasse) im gängigsten Lehrmittel eine Hauptstrategie die Morphematische. Man arbeitet dort mit Morphemen, welche zwar oft in Silben funktionieren, NICHT jedoch in SPRECH-Silben, welche die Grundlage für FRESCH bilden. Ich lasse deswegen noch die Reaktionen der Mittelstufen-Kolleginnen auf mich zukommen und hoffe, dass es bei den Kindern dann kein Durcheinander produzieren wird. Das FRESCH werde ich dann nicht mehr weiterführen, da ich ausschliesslich im Kindergarten und auf der Unterstufe tätig bin.

    Ich hoffe das hilft.
    LG,
    Wind

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    1. Kleines Korrigendum:
      In meiner Episode wurde natürlich ein Wort mit ck geschwungen, nicht mit Doppelkonsonant xD.
      Ich glaube es war "Wackeldackel" - die Kinder haben das alle richtig geschrieben und waren zu Recht mächtig stolz.

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    2. Hallo Windklang, liebe Gille,

      ich arbeite nun schon im 9. jahr mit Fresch und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht!! Mich interessiert jetzt das Buch von Kinkerlitz und Watteweich. Wo kann ich das beziehen?

      liebe grüße

      Ingrid

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    3. Tut mir Leid, das weiß ich nicht.
      LG Gille

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    4. Liebe Ingrid!

      Das Heft mit Kinkerlitz und Watteweich ist im AOL-Verlag erhältlich:
      Buch, 104 Seiten, DIN A4, 1. und 2. Klasse
      ISBN: 978-3-8344-8777-3
      Best.-Nr.: 8777
      Ich finde, dass es schlecht strukturiert ist (wie alle FRESCH Lehrmittel, welche ich bisher kennen gelernt habe). Die Geschichte ist aber einfach süss und einiges vom Arbeitsmaterial ist sehr brauchbar. Es gibt für jeden Geschichtsteil anschliessend eine Lese und Schreibtraining, die Strategien werden aber keineswegs systematisch aufgebaut. Das musst du weiterhin selber übernehmen :(.

      Liebe Grüsse,
      Windklang

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    5. Besten Dank für die ausführliches Infos.
      Ich werde mich mit dem Thema auf jeden Fall noch einmal intensiver beschäftigen. Im Augenblick habe ich erst einmal andere Baustellen, aber das steht ganz oben auf der Agenda!
      LG Gille

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  3. Ich arbeite schon länger mit der FRESCH-Methode. Jetzt aktuell auch mit einer inklusiven 2.Klasse. Meine Empfehlung: Herr Renk bietet immer wieder Fortbildungen an, auch für Kollegien. Unbedingt teilnehmen! Seine Art ist sehr wertschätzend den Lehrern und den Kindern gegenüber und seine Tipps sehr praxisnah.

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    1. Hallo,
      den Tipp mit Herrn Renk kann ich nur bestätigen. Seine Fortbildung war ein absoluter Gewinn für meine Kollegen und mich.
      Wichtig für das Sprechschwingen ist vor allem das Rhythmusgefühl der Kinder (trainiere ich ganz gerne mit Seilspringen und Gummi-Hüpfbällen - nur in kleineren Fördergruppen ;-)
      Viele sonnige Grüße
      Uli

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  4. Wir haben ebenfalls an unserer Schule die Fortbildung mit Herrn Renk gehört und waren durch die Bank begeistert. Seine einprägsamen Beispiele und die tolle Art die Strategien und Übungen zu erklären waren für uns total klasse. in meiner Eins, die ich im nächsten Schuljahr übernehme, werde ich die FRESCH-Methode auf jeden Fall nutzen.

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  5. Hallo Gille,
    vor einigen Monaten hattest du mal das Lehrwerk "Zebra" vorgestellt, in dem auch die FRESCH-Methode verwendet wird - allerdings erweitert um ein paar weitere Strategien, z. B. Groß- und Kleinschreibung und Wortbausteine. Vielleicht hat mit diesem Lehrwerk jemand schon mal gearbeitet und kann davon berichten
    Wir arbeiten an unserer Schule mit der Rechtschreibleiter, die auch das Schwingen der Silben als Grundlage hat. So werden z. B. auch Doppelkonsonanten herausgefunden. Insofern kann ich auf jeden Fall bestätigen, dass das Schwingen der Silben für die Kinder sehr hilfreich ist.
    Die Strategiekarten von FRESCH bzw. Zebra habe ich jetzt angefangen für meinen Rechtschreibunterricht zu benutzen.
    Als kleine Idee hierfür: Das Rechtschreibfrühstück.
    Ich schreibe einen Satz mit verschiedenen Stolperstellen an die Tafel. Die Kinder markieren die Stolperstellen, es wird besprochen, wie man die richtige Schreibweise der Wörter herausfinden kann und die passende Strategiekarte wird darunter gehängt. Anschließend wird die Tafel zugeklappt und die Kinder schreiben den Satz aus dem Gedächtnis. Dauert nur 5 min, ist aber bei regelmäßiger Wiederholung sehr effektiv.
    LG Anja

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    1. Danke für deinen Beitrag. Es ist immer schön, wenn hier Beispiele weitergegeben werden!
      LG Gille

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  6. Hallo Gille,
    wir arbeiten an der Schule mit Flex und Flora, die handhaben das ähnlich.
    Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden!! Wenn Kinder einfach keine Tonhöhen oder Tonlängen unterscheiden können (und diese Kinder gibt es, ich denke da an die ewigen Brummer in Musik, die immer neben dem Takt klatschen ;-)), wie sollen sie mit Langvokal und Kurzvokal klarkommen? Da bin ich mit den Silben super zufrieden! Auch das Ableiten, Verlängern und das Einüben der Korrekturzeichen klappt super!
    LG
    Anja

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  7. Danke für eure Beiträge. Vor allem der Hinweis auf Herr Renk und sein Material war für mich sehr hilfreich. In diese Richtung werde ich mich weiter informieren. Rund um die FRESCH-Methode ist es scheins so, dass sie mittlerweile sehr verbreitet ist und man deswegen auch besonders genau schauen sollte, ob da wo FRESCH draufsteht auch tatsächlich FRESCH drin ist...
    LG Gille

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    1. Grundsätzlich ist die Methode gut, auch meine Lerntherapiekinder lernen viele Rechtschreibphänomene über Silben.
      Es gibt aber eine Sache bzgl. der Mitlautverdopplung zu bedenken:
      Ich kann mir unbekannte Wörter auch folgendermaßen in Silben zerlegen:
      Ha-mer, So-mer, Wo-le, Ka-ne etc.
      In Wirklichkeit HÖREN wir zwischen den beiden Vokalen nur einen einzigen Mitlaut - wir schreiben zwei Mitlaute und zerlegen das Wort in passende Silben, weil wir es wissen.
      Hier greife ich auf das Marburger Rechtschreibtraining zrück.
      LG,Sandra

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    2. Genau darüber habe ich auch mit einer Freundin gesprochen und wie das in der Praxis aussieht, dass wüsste ich gerne. Möglicherweise könnte es doch auch so sein, dass auf Grund des kurzen Vokals vor der Verdopplung beim Klatschen doch zwei Konsonanten zu hören sind. Ich würde das gerne mal mit Kindern ausprobieren. LG Gille

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    3. Beim Sprechschwingen bestehe ich darauf, dass die Kinder zwischen den Silben eine ganz kleine Pause einlegen. Ich war anfangs sehr penibel damit, dass die Kinder die Silben richtig (in Sprech-silben) aufteilen und nicht einfach irgendwie. Es dauert gar nicht lange, bis sie das richtig beherrschen. Wenn die Kinder ein Wort mit Doppelkonsonant falsch schwingen, dann sage ich ihnen: Du hast jetzt Haaaamer geschwungen, es heisst aber Hammmmer. Dann mache ich es ihnen sehr deutlich vor und lasse sie es mit- und nachmachen. Ich hatte übrigens auch Kinder, die haben am meisten gelernt, indem sie anderen Kindern (nicht mir!) beim Schwingen zugesehen haben. Ich lasse die Kinder also auch immer wieder Solo-Schwingen xD.

      Da es sich bei der Mittlautverdopplung um eine Vokalschärfung handelt ist die Regel schlüssig: sprich einmal Ha und dann Ham. Du merkst sofort, dass Du bei Ha den Vokal automatisch lange sagst, etwa wie bei Ha-se. Bei Ham sagst du den Vokal automatisch kürzer, sodass der Ham-mer nun auch wirklich in den Schwung passt.

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    4. Meiner Meinung nach ist die Mitlautverdopplung beim Silbenschwingen nur zu hören, wenn man das Wort kennt. Wir arbeiten mit Flex und Flora, also auch mit der FRESCH Methode. Dort wird auch die Vokallänge als Erkennungsmerkmal genutzt. Die Regel lautet: Höre ich nach einem kurzen Vokal nur einen Mitlaut, so wird dieser verdoppelt.
      Liebe Gille, an dieser Stelle möchte ich dir herzlich danken für das viele schöne und direkt einsetzbare Material. LG Sabine

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  8. Rein durchs Schwingen ist das für viele Kinder schwierig zu hören. Gerade die Rechtschreibschwachen machen das oft falsch. Wir gehen dann die Wörter. Wenn ich auf einen Grundschlag eine Silbe habe, dann gibt es keine Dopplung, wenn ich auf einen Grundschlag zwei Silben sagen kann, wird verdoppelt. Es gibt ein Lehrwerk ich glaube es war das ABC der Tiere, das das sehr schön macht. (Filme bei youtube zeigen, wies geht) Die Kinder haben grossen Spass daran, weil wir das wirklich mit viel Bewegung machen, die Beine machen den Grundschlag, und dazu sprechcen wir dann. Damit kommen auch meine unruhigen Kinder mit ADHS sehr gut klar, sie können es hören und fühlen. Und erst, wenn das gut geht und wir das zig mal gemacht haben und auch den Unterschied gehört haben zwischen Hüte und Hütte zum Beispiel, dann machen wir es mit Spielen, auf dem Papier und dann können sie es auch schnell in freien Texten.
    Was auch spannend ist, ist die Regel, dass nur in der betonten Silbe Rechtschreibung stattfindet. Gerade bei langen Wörtern machen die Kinder oft zu viel Rechtschreibung. Wenn sie merken, dass die betonte Silbe die ist, über die wir nachdenken müssen, dann sind sie oft sehr erleichtert. Gerade grössere mit Rechtschreibschwäche finden es toll.

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  9. In meiner Klasse arbeite ich sehr viel mit FRESCH. Das habe ich schon von Klasse 1 an. Auch meine leistungsschwächeren Kinder haben die Strategien mittlerweile sehr gut drauf. Auch die Lernwörter ordne ich immer den Strategien zu und bespreche diese gemeinsam. Meine Klasse kann diese den Strategien zuordnen und die Gefahrenstellen benennen. Darüber hinaus arbeite ich auch mit meinen LRS Kindern mit FRESCH und kann deutliche Fortschritte erkennen.
    Außerdem habe ich schon mehrere Fortbildung bei dem Begründer Günter Renk besucht. Falls ihr die Gelegenheit habt diese zu besuchen würde ich sie euch wärmstens empfehlen! Er macht es einfach total super! Er selber liest das JoJo Lehrwerk von Cornelsen Korrektur.

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  10. Ich bekomme ab September wieder eine 3. Klasse und bin am Überlegen mit der FRESCH Methode zu arbeiten. Meint ihr es ist sinnvoll, in der 3. Klasse damit anzufangen, da der Rechtschreibunterricht in der 1. und 2. Klasse ganz anders war!

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    1. Schwere Frage. Ich werde erst einmal schauen, wo die Kinder stehen, wie sie bis jetzt gearbeitet haben und wie es in der Schule genau gehandhabt wird. Dann kann man, finde ich erst ganz grundsätzliche Entscheidungen treffen. Wenn du selbst aber wirklich fit rund um diese Methode bist, dann könnte ich mir auch gut vorstellen, dass du davon auch etwas einfließen lassen kannst.
      LG Gille

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